„Kommunale Wohnbauunternehmen in die Pflicht nehmen“

Neumeyer:
Zu gesunkenen Bauanträgen im Land Bremen
CDU Bremen Fraktion Silvia Neumeyer

Silvia Neumeyer

Nur noch 1632 Wohnungen wurden 2019 von der Baubehörde genehmigt, 28 Prozent weniger als im Vorjahr. 10.000 sollten es laut Koalitionsvertrag in dieser Legislaturperiode werden. „Auch ohne die Corona-Krise würde dieses Ziel weit verfehlt werden“, sagt die baupolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Silvia Neumeyer.

„Wie der Senat seine Zielzahl von 10.000 Wohneinheiten bis 2023 erreichen will, ist uns schleierhaft“, erklärt Silvia Neumeyer. „Unsere Große Anfrage hat die Planlosigkeit des Senats offenbart: Für die 10.000 Wohneinheiten soll in diesem Jahr ein Impulsflächenprogramm entwickelt werden, obwohl es bereits eine Flächenübersicht für zirka 30.000 Wohnungen gibt. Wenn der Senat eine Zahl definiert, sollte er wissen, wo er diese verwirklichen möchte.“
 
Allein auf die Privatwirtschaft zu hoffen, werde nicht funktionieren. „Wenn die privaten Investoren nicht mehr Wohnungen genehmigen lassen, müssen die kommunalen Wohnungsbauunternehmen stärker in die Pflicht genommen werden“, so Neumeyer weiter. Wer sich einerseits über steigende Mieten beschwere, müsse andererseits dafür sorgen, dass allen Bremerinnen und Bremern ein bedarfsgerechtes Wohnraumangebot zur Verfügung gestellt wird.

Letzte News

Alle News

Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.