Informationsfreiheit ist kein Spielball

Klage gegen den Senat eingereicht
Jens Eckhoff, finanzpolitischer Sprecher
Auch ein künftiger Senat darf Informationen nicht nach Gutsherren-Art für geheim erklären. So kürzlich durch Rot-Grün-Rot geschehen, als öffentlich Kritik an extrem teuren Mietverträgen aufkam. Durch den nachträglichen Stempel „nichtöffentlich“ durften Abgeordnete urplötzlich nicht mehr mit Bürgern und Presse über die exorbitanten Kosten sprechen. Das ist absurd. Auch gab es keine stichhaltige Begründung des Senats oder ein ordnungsgemäßes Verfahren. So geht man nicht mit unserer Verfassung um, die den Grundsatz der Öffentlichkeit vorschreibt. Auch das Informationsfreiheitsgesetz wurde verletzt. Deswegen haben wir Klage gegen den Senat eingereicht.

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.