Grobien: Das ist völlig hanebüchen

CDU weist grüne Ideen zum Flughafen zurück
Flughafen Bremen

"Das ist völlig hanebüchen", sagt Susanne Grobien, Wirtschaftsexpertin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, zur neuesten fixen Idee des Landesvorstandes der Grünen. Am morgigen Samstag will der Vorstand der Umweltpartei seinen Mitgliedern vorschlagen, den Passagierflugverkehr im Hans-Koschnick-Airport einzustellen und das Areal in einen Werksflughafen umzuwandeln. Interessanterweise führt die Ökopartei vor allem finanzielle Gründe sowie Überlegungen zum EU-Beihilferecht an. Susanne Grobien widerspricht energisch: „Der Flughafen spielt für viele Branchen in Bremen eine existenzielle Rolle. Die Erreichbarkeit vieler Betriebe ist wichtig, weil sie international verflochten sind. Allein die Diskussion, ob Bremen einen Flughafen braucht, halte ich für gefährlich. Das schadet dem Standort." Zudem verweist Grobien darauf, dass der Airport 7.000 Arbeitsplätze direkt schafft und mittelbar über Dienstleistungen, Logistik, Zulieferung und weitere Branchen sogar 30.000 Menschen Arbeit gibt. „Der Flughafen steht für 8 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung im Land Bremen. Wer das in wirtschaftlich angespannten Zeiten auch nur ansatzweise in Frage stellt, hat unsere schwierige Lage überhaupt nicht verstanden.“

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.