Das war ein ,Misstrauens-Votum' gegen die Klima-Enquete

Rot-Grün-Rot verschiebt Klimaschutz in die Zukunft
Jens Eckhoff und Martin Michalik

„Alternative Maßnahmen mit gleicher Wirkung?“ Was verbirgt sich hinter dieser politischen Sprachregelung von SPD, Grünen und Linken auf dem Weg zur Klimaneutralität von Bremen und Bremerhaven? Um welche Alternativen bitten die Regierungsfraktionen das Rathaus? Diese Fragen haben wir heute in der Bürgerschaft mit Nachdruck gestellt und die erstaunliche Antwort erhalten: Der Regierung könnten bis Ende des Jahres schließlich noch „bessere Maßnahmen einfallen.“ Besser als was? Besser als jene Maßnahmen, die schon heute auf dem Tisch liegen? Lösungen, die hochrangige Wissenschaftler, Fachleute und Ökonomen zusammen mit uns Politikern fraktionsübergreifend über anderthalb Jahre in unserer Klima-Enquetekommission schon längst ermittelt haben? Klipp und klar: Rot-Grün-Rot hat den Wissenschaftlern und ihren fachlichen Befunden heute im Parlament nachträglich das Misstrauen ausgesprochen. Man versucht, die unangenehmen Wahrheiten durch unbekannte Alternativen zu ersetzen, um sich bis zur Wahl im Mai 2023 zu retten. Kein guter Tag für das Klima! Doch wir werden nicht locker lassen, die Umsetzung der Maßnahmen der Klima-Enquete fordern und den Finger immer wieder in die Wunde legen. Denn das Klima ist ein Ast auf dem wir alle miteinander sitzen.

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.