Bodeit: „Die Bremer bleiben auf ihrem Laub sitzen“

Grünabfall-Chaos ist Folge von Rekommunalisierung
Hartmut Bodeit

„Rekommunalisierung klingt gut auf dem Parteitag, aber sie funktioniert nicht auf dem Betriebshof“, kritisiert Hartmut Bodeit, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. Die Blätter fallen, doch in Bremen bleiben viele Grünabfallsammelstellen geschlossen. Der Grund ist Personalmangel bei der Bremer Stadtreinigung. „Wenn die Bremerinnen und Bremer im Oktober keinen Platz für ihr Laub finden, ist das das Ergebnis der verfehlten Politik des Senats Bovenschulte“, so Bodeit.

Bereits 2018 hat Bremen begonnen, die Müll- und Straßenreinigung wieder in kommunale Zuständigkeiten zu überführen. Doch anstatt mehr Verlässlichkeit und bessere Dienstleistungen zu bieten, herrscht Frust. „Der Senat wollte alles selbst machen und alles besser wissen und scheitert auf ganzer Linie. Die Ziele einer saubereren Stadt und stabiler Gebühren sind komplett fehlgeschlagen“, erklärt Bodeit. Die CDU-Fraktion fordert den Senat auf, die Personalsituation bei der Stadtreinigung unverzüglich zu prüfen und die Rekommunalisierung grundsätzlich zu hinterfragen. „Hier zeigt sich deutlich, dass die öffentliche Hand selten der bessere Unternehmer ist.“ 

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Die Abschiebeoffensive des Senats bleibt bislang vor allem eine Ankündigung: Die Zahl der Abschiebungen stagniert, während gleichzeitig immer mehr Menschen in Bremen ausreisepflichtig sind. Bis zum 30. Juni 2026 wurden 56 Abschiebungen erfolgreich durchgeführt, 72 scheiterten. Im gesamten Jahr 2025 waren es 111 erfolgreiche Abschiebungen.

Am Freitag (11. September) werden die Petenten der Petition zur Auflösung des Szenetreffs „An der Piepe“ im Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft angehört. Mehr als 2.000 Menschen haben die Petition unterstützt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert, ihre Anliegen ernst zu nehmen und insbesondere die Zukunft des heutigen Standorts ergebnisoffen zu prüfen.