Bensch erneuert Forderung nach Höchstgrenze beim Eigenanteil

Kosten für Pflegeheime steigen in Bremen weiter an
Pflege

Innerhalb eines Jahres haben sich die Kosten für den Eigenanteil einer Pflegeeinrichtung, abzüglich der Zuschüsse, im Land Bremen um 433 Euro pro Monat erhöht. Diese Zahl hat der Verband der Ersatzkassen jetzt veröffentlicht. Insgesamt müssen Betroffene monatlich 3.070 Euro dazuzahlen. „Bremen ist damit das viertteuerste Bundesland – und das im ärmsten Bundesland mit der geringsten Kaufkraft“, kritisiert Rainer Bensch, pflegepolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion. „Ein menschenwürdiges Leben im Alter wird für immer größere Teile der Bevölkerung unerschwinglich. Die finanzielle Mehrbelastung ist für Angehörige jetzt schon kaum zu stemmen. Viele können sich die Unterbringung nicht leisten und sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Wir brauchen dringend eine Höchstgrenze beim Eigenanteil. Bereits im Januar hatte die CDU-Fraktion diese gefordert. Der Senat Bovenschulte lässt Pflegeeinrichtungen seit Jahrzehnten mit einem riesigen Sanierungsstau allein, zu Lasten der Bremerinnen und Bremer, auf die die Investitionskosten abgewälzt werden“, so Bensch.

Zum Eigenanteil von Pflegebedürftigen hat die CDU-Bürgerschaftsfraktion im vergangenen April eine Kleine Anfrage (Drs. 21/386) in die Bremische Bürgerschaft eingereicht. Die Beantwortung steht noch aus. Unter anderem will sie konkret wissen, warum der Eigenanteil sowie die Investitionskosten im Land Bremen weit über dem Bundesdurchschnitt liegen und welche Maßnahmen der Senat zur Entlastung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen verfolgt.

„Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden. Jetzt müssen wir die Reißleine ziehen und die richtigen Entscheidungen treffen, damit die Eigenanteile nicht weiter explodieren“, fordert Rainer Bensch. 
 

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Bremen bleibt trauriger Spitzenreiter bei den Pflegeheimkosten. „3761 Euro Eigenanteil im Monat – wer soll das eigentlich noch bezahlen?“, fragt Rainer Bensch, pflegepolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion Bremen. Der Eigenanteil liegt inzwischen 397 Euro über dem Bundesdurchschnitt und sogar 870 Euro über dem niedrigsten Wert im Ländervergleich (Sachsen-Anhalt).

„Die uneinheitliche Stimmabgabe Bremens im Bundesrat ist ein Sinnbild für die Handlungsunfähigkeit und die Zerstrittenheit des Senats Bovenschulte. Dass sich der Bürgermeister in einer für Bremen so wichtigen Frage wieder einmal nicht in der eigenen Koalition durchsetzen konnte, ist ein schlechtes Signal für unser Bundesland“, erklärt Dr.