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19.12.2017
CDU-Fraktion verlangt von Bildungssenatorin Lösungen bei Personalsteuerung
Maßnahmen gegen Lehrermangel
Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Thomas vom Bruch, fordert von Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD), die Weihnachtspause dafür zu nutzen, den eklatanten Lehrermangel an Bremer Schulen kurz- und mittelfristig entgegen zu steuern. In den vergangenen Tagen und Wochen sind die berechtigten Klagen aus den Schulen eindringlicher und lauter geworden.
Dr. Thomas vom Bruch
Unter anderem hat es Beschwerden von Eltern und Lehrern der Grundschule Wigmodischule in Bremen-Blumenthal sowie der Grundschule Delfter Straße in Huchting gegeben.  Nach Medienberichten und Rückmeldungen aus den Schulen sind offenbar zum Teil hunderte Unterrichtsstunden pro Monat nicht oder durch nicht durch fertig ausgebildete Lehrkräfte gegeben worden, der Ganztag hakt und Kinder verlassen die Grundschule teilweise ohne die Erfüllung der Mindeststandards. „Die Hilferufe sind exemplarisch und ein Beleg für die übergreifend desaströse Personalsteuerung der Senatorin“, macht Dr. Thomas vom Bruch deutlich. Auch wenn Lehrkräfte angesichts bundesweiten Mangels nicht herbeigezaubert werden könnten,  erwarte er von Claudia Bogedan, die aktuelle Notsituation an Schulen in sozial schwieriger Umgebung zur Chefsache zu machen und alle Maßnahmen der Personalsteuerung zu prüfen und kurz- wie  mittelfristige Lösungen vorzulegen.

Dazu gehört aus Sicht des bildungspolitischen Sprechers, dass die Bildungssenatorin bei akutem Personalnotstand regulatorisch stärker eingreift als bisher. „Wenn es an einer Schule so brennt, dass kaum noch die Grundunterrichtsversorgung stattfinden kann, dann darf man die Schulleitung nicht alleine ihrem Schicksal überlassen. Vielmehr muss eine Art ‚Lehrerfeuerwehr‘ von anderen Schulen abgeordnet werden, damit wenigstens der basale Unterricht gewährleistet ist. Das geht sicher nicht immer ohne Widerstand. Es ist aber unumgänglich und gehört zur Aufgabe einer Behördenchefin“, so vom  Bruch. Auch Neueinstellungen von Lehrkräften müssten sich stärker und schneller an der Bedarfslage der jeweiligen Schulen orientieren. Um kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu generieren, könne die Behörde zusätzlich alle in Teilzeit beschäftigten Lehrkräfte kontaktieren, um diese für eine Stundenaufstockung zu gewinnen. Auch Pensionäre könne man in Notsituationen bezüglich einer stundenweisen freiwilligen Rückkehr ansprechen. Mittelfristig müsse sich Bremen noch stärker darauf konzentrieren, das benötigte Lehrpersonal direkt in Bremen und Bremerhaven auszubilden, insbesondere durch die Wiedereinführung des Studiengangs Sonderpädagogik.

Vom Bruch macht deutlich, dass nicht nur die allgemeine Unterrichtsqualität unter dem akuten Lehrermangel leidet: „Wenn wie auf der Oktobersitzung der Bildungsdeputation von der Behörde mitgeteilt wird, dass ein ‚bedarfsgerechter Ganztag‘  frühestens 2021 existiert, wundert es mich nicht, dass Schulen  von diesem wichtigen bildungspolitischen Projekt abrücken. Denn es bedeutet im Umkehrschluss, dass Lehrer über die nächsten Jahre mit halbherzigem Ganztag klarkommen sollen. Das ist dann eine Bankrotterklärung der Senatorin“, macht vom Bruch deutlich.  Dass Kinder zum Teil nur noch notbetreut würden, weil Schulen weder rechtzeitig auf den Ganztag vorbereitet noch zeitgerecht und  angemessen ausgestattet worden seien, widerspräche dem qualitativen Gedanken des Ganztagsunterrichts. „Die Senatorin setzt die Ziele des Ganztages – wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die Integration –  durch das nicht enden wollende Chaos aufs Spiel“, so der bildungspolitische Sprecher abschließend.




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