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28.10.2016
Vom Bruch: „Rot-Grün verbaut Schülern Zukunftschancen“
IQB-Studie: CDU beantragt Aktuelle Stunde
Angesichts der heute vorgestellten IQB-Bildungsstudie und den schlechten Ergebnissen für Bremen hat die CDU-Fraktion eine Aktuelle Stunde für die kommende Sitzung der Bremischen Bürgerschaft beantragt. Zum zweiten Mal hat die Studie nach 2009  die Fähigkeiten von Neuntklässlern der Sekundarstufe I in den Fächern Deutsch und Englisch geprüft. Bremen, das aktuell den Vorsitz der KMK innehat, belegt nach wie vor im Ländervergleich den letzten Platz und liegt in beiden Kompetenzbereichen deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.
„Entweder es ist Resignation oder es ist schlichtes Versagen, wenn es Rot-Grün in sechs Jahren nicht gelingt, wirkungsvolle Maßnahmen auf den Weg zu bringen, um die Bildungsqualität in unserem Bundesland zu verbessern. Im Gegensatz zum Senat will und werde ich mich aber nicht an die rote Laterne gewöhnen“, kritisiert Dr. Thomas vom Bruch, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Insbesondere die Ergebnisse im Fach Deutsch im Bereich Leseverständnis seien ein Desaster. Über 40 Prozent der Bremer und Bremerhavener Neuntklässler erreichen hier nicht einmal den Mindeststandard, der für die sogenannte Berufsbildungsreife, dem vormaligen Hauptschulabschluss, notwendig wäre.

Die Studie stelle aber nicht etwa den Schülern ein schlechtes Zeugnis aus, sondern der Bremer Regierung: „Wenn Ländergrenzen zu Bildungsgrenzen werden, dann läuft etwas falsch. Offenbar macht es aktuell einen Unterschied, ob Kinder in Hamburg oder Bremen zur Schule gehen. Die Regierung verbaut den Schülerinnen und Schülern aus Bremen so Zukunftschancen durch Unterlassen“, macht der stellvertretende Fraktionsvorsitzende deutlich. Im Gegensatz zu Bremen schneidet das benachbarte Hamburg insgesamt überdurchschnittlich ab. Auch deswegen lässt der CDU-Politiker die hohe sozio-ökonomische Risikolage in Bremen nicht allein als Begründung für die schlechten Ergebnisse gelten: „Natürlich sind das Herausforderungen an die Bildungspolitik. Sie sind aber nicht die Lizenz zum Nichtstun. Das Beispiel Hamburg zeigt, dass trotz dieser Herausforderungen Entwicklungen auch positiv verlaufen können.“ Vom Bruch schlägt deswegen vor, einen Bildungsbenchmark mit der Hansestadt anzustreben. „Wir müssen mehr über die Ursachen herausfinden.“

Nach wie vor gibt es in Bremen laut Studie besonders viele förderbedürftige Schüler, die im Bundesvergleich besonders schwach abschneiden. Für den bildungspolitischen Sprecher sind diese Probleme größtenteils hausgemacht: „Ganztagsschulangebote sind unter anderem ein wichtiger Baustein, damit Defizite aus dem Elternhaus nicht die Bildungswege der Kinder dominieren. Doch die Realisierung des Ganztagschulausbaus war bisher sowohl quantitativ als auch qualitativ wenig ambitioniert. Weil es im Bildungsressort hakt, haben die Regierungsfraktionen die Bildungssenatorin inzwischen offensichtlich von ihrer Verantwortung entbunden und treffen eigene Absprachen. Die ehemals selbst gesteckten Zielen bleiben dabei jedoch auf der Strecke“, so vom Bruch.  Wenn das chaotische Vorgehen aus der jüngeren Vergangenheit die Blaupause für Bildungspolitik in Bremen bliebe, habe er wenig Hoffnung auf eine Trendwende.  Denn neben der notwendigen Förderung für schwache Schüler fehle es in Bremen auch an einer individuellen Förderung von leistungsstarken Schülern.



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