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03.02.2015
CDU-Fraktion fordert Qualitätsoffensive: 100 neue Lehrer zum kommenden Schuljahr
Positionspapier zur Zukunft der Bildung schließt Aktion da-fehlt-was.de ab

An den Schulen in Bremen und Bremerhaven fällt nach wie vor massiv der Unterricht aus. Zu diesem Ergebnis kommt die CDU-Fraktion nach der Aktion „Unsere Schule. Da fehlt was.“. Im ersten Schulhalbjahr 2014/15 haben Internetnutzer mit mehr als 1.100 Einträgen über 2.000 ausgefallene Unterrichtsstunden eingetragen. Damit liegt die Anzahl der ersatzlos gestrichenen Stunden noch über den Werten aus dem Jahr 2012/13.

Positionspapier Bildung

Damals hatte die CDU-Fraktion erstmals dazu aufgerufen, Unterrichtsaufälle zu melden. Die CDU hat die Ergebnisse heute auf einer Pressekonferenz vorgestellt und zugleich ein Positionspapier präsentiert. Dieses skizziert unter dem Titel „Agenda Bildung 2025 für Bremen und Bremerhaven“ Vorschläge für eine zukünftige, qualitätsgeleitete Bildungspolitik.

Im September 2014 hatte die CDU-Fraktion mit dem Aktionsstart auf dem Bremer Marktplatz zum landesweiten Schulcheck aufgerufen. Schüler, Eltern und Lehrer haben bis zum Schulhalbjahresende (30. Januar) ausgefallene Stunden gemeldet. »Die vergangenen Jahre und die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass der senatorische Anspruch von Eva Quante-Brandt (SPD) und die schulische Wirklichkeit weit auseinanderklaffen. Der im Rahmen unserer Aktion gemeldete 2.000-malige Unterrichtsausfall binnen weniger Monate ist nur die Spitze des Eisbergs eines viel höheren und systemischen Unterrichtsausfalls. Ein skandalöses Ergebnis auf Kosten der Zukunft unserer Kinder, das allein die rot-grüne Regierung zu verantworten hat. Die Bildungssenatorin scheint es aber noch nicht mal wahrzunehmen «, resümiert Thomas Röwekamp, Vorsitzender der CDU-Fraktion. Der bildungspolitische Sprecher, Dr. Thomas vom Bruch, weist auf die fehlende Dokumentation ausgefallener Stunden im Bildungsressort hin. „Bis zum heutigen Tag will oder kann die Senatorin seit den Sommerferien 2013 keine offizielle Statistik zum Unterrichtsausfall an allen Bremer Schulen vorlegen. Ganz gleich ob es fehlender Wille ist oder schleppende Bearbeitung: Die nicht vorhandene Datengrundlage verhindert, dass Fehlentwicklungen und Missstände überhaupt zeitnah korrigiert werden könnten. Ich frage mich, wie die Senatorin ohne aktuelle Daten überhaupt steuern will “, so vom Bruch.
Laut Statistik der CDU-Fraktion fällt der Unterricht besonders oft an Gymnasien aus. Betroffen sind zumeist die Kernfächer Deutsch (301 Stunden), Englisch (275) und Mathe (232). „Obwohl Bildung das wichtigste Fundament für die Zukunft unserer Kinder ist und gleichzeitig der wichtigste Schlüssel im Kampf gegen Armut sowie für eine gelingende Integration, verfehlt die rot-grüne Bildungspolitik das Klassenziel Jahr um Jahr. Doch statt bekannte Defizite wie den Unterrichtsausfall anzupacken, verschwendet die Bildungssenatorin lieber Zeit darauf, die Dinge schön zu reden“, kritisiert Thomas vom Bruch. Die CDU-Fraktion schlägt dagegen eine Qualitätsoffensive für die Schulbildung in Bremen und Bremerhaven vor. Thomas Röwekamp: „Wir wollen, dass noch zum neuen Schuljahresbeginn 100 zusätzliche Lehrer eingestellt werden. Bremen hat durch ein Bußgeldverfahren knapp 40 Millionen zusätzlich eingenommen. Damit das Geld nicht einfach im rot-grünen Haushalt versickert, sollte dieser Betrag in die Hand genommen werden, um noch zum nächsten Schuljahr durch mehr Lehrer unsere Unterrichtsquantität und -qualität zu steigern.“ Begleitend zu zusätzlichen Lehrern müsse aber auch die Steuerung, zum Beispiel durch schnellere Einstellungsverfahren, verbessert werden.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Versäumnisse und Herausforderungen in der Bildungspolitik Bremens, die über den Unterrichtsausfall noch hinaus gehen, fordert die CDU-Fraktion zudem Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) auf, die Gespräche zur Vorbereitung der Evaluation des Bildungskonsenses unverzüglich mit allen Beteiligten aufzunehmen. „Die aktuelle Situation zeigt, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht. Eine ergebnisoffene und unideologische Evaluation muss deshalb jetzt vorbereitet werden. Dafür bedarf es einer Roadmap, die klar benennt, wer beteiligt wird, welche externen Sachverständigen einbezogen und welche Mittel veranschlagt werden “, so Thomas Röwekamp.

Begleitend dazu hat die Fraktion auf der heutigen Pressekonferenz ein Positionspapier „Agenda Bildung 2025 für Bremen und Bremerhaven“ vorgestellt, das die Zukunft einer qualitätsgeleiteten Bildung beschreibt. Dazu zählen die Christdemokraten unter anderem eine tatsächlich 100-prozentige Abdeckung des Unterrichts sowie eine verbesserte materielle und personelle Ausstattung der Schulen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt zudem auf Maßnahmen der frühkindlichen Bildung, um die Chancengerechtigkeit für alle Kinder von Beginn an sicherzustellen. „Die hohe Abhängigkeit des Zugangs zu Bildungschancen vom sozialen Status in Bremen ist ein Skandal, der nicht weiter hingenommen werden darf. Heterogenität eingangs der Grundschule muss reduziert und die Schulfähigkeit verbessert werden. Dafür plädieren wir im Bedarfsfall für ein verbindliches Vorschuljahr“, macht Dr. Thomas vom Bruch deutlich.
Den rot-grünen Weg einer Einheitsschule lehnt die CDU-Fraktion ab ebenso wie die einseitige Fokussierung auf die Hochschulreife. „Bildung ist mehr als das Abitur. Nicht jeder kann und muss das Abitur erwerben, nicht für jeden Beruf ist das Abitur erforderlich und deshalb ist eine „Inflation“ höchster Bildungsabschlüsse ein falsches Signal. Wir setzen dem deshalb eine gleiche Wertschätzung aller Abschlüsse gegenüber und eine Gleichbehandlung von Studium und beruflicher Ausbildung“, betont vom Bruch.

In dem Papier schlagen die Christdemokraten außerdem einen unabhängigen Schul-TÜV vor, der transparent, offen und regelmäßig Schulen überprüft und anleitet. „ Das Ziel ist dabei nicht die Stigmatisierung“ einzelner Schulen, sondern eine Qualitätsentwicklung anhand überregionaler Standards und Anforderungen“, erläutert der CDU-Bildungsexperte. Um Schülerinnen und Schüler auf die die Chancen und Risiken neuer Medien vorzubereiten, plädiert die CDU-Fraktion für eine intensivere Medienerziehung als fächerübergreifendes Prinzip. Neue digitale Möglichkeiten sollen durch einen Modellversuch „Papierlose Klasse“ in der Oberschule, Berufsschule und/oder im Gymnasium erprobt werden.
 



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