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04.09.2012
CDU-Fraktion macht gegen Unterrichtsausfall an Schulen mobil
Die CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft macht gegen den Unterrichtsausfall an den Schulen in Bremen und Bremerhaven mobil. Mit der Verteilung von Postkarten startete am frühen Morgen vor dem Kippenberg-Gymnasium die Aktion „Unterrichtsausfall. Da fehlt was.“. Ab sofort können Eltern, Lehrer und Schüler im Internet auf www.da-fehlt-was.de den Ausfall von Schulstunden dokumentieren und sich an Diskussionen auf „facebook“ beteiligen.
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Thomas Röwekamp, und der bildungspolitische Sprecher, Dr. Thomas vom Bruch, stellten die Aktion auf einer Pressekonferenz im CDU-Haus vor. „Wir wollen von den Betroffenen hören, wie es um den Unterricht an den Schulen bestellt ist. Deshalb wünsche ich mir, dass viele Schüler und Eltern die Chance nutzen und Stundenausfälle auf unserer Internetseite eintragen“, sagte Röwekamp.

Laut Bildungsbehörde sind im vergangenen Schuljahr rund 246.000 Stunden in den Schulen der Stadtgemeinde Bremen nicht nach der Stundentafel erteilt worden. Dies entspricht 8,2 Prozent aller Unterrichtsstunden. Aus Bremerhaven liegen noch keine Zahlen vor. „Der größte Feind von mehr Qualität in der Bildung ist ausfallender Unterricht. Die chaotische Planung und der Lehrermangel lassen befürchten, dass es entgegen der Zusage von Senatorin Jürgens-Pieper auch in diesem Jahr zu massiven Ausfällen kommen wird. Wir wollen ein Gefühl dafür bekommen, ob sich die Ankündigungen der Senatorin und die wahren Verhältnisse an den Schulen decken“, erklärte Dr. Thomas vom Bruch.

An manchen Schulen sind Hauptfächer monatelang nicht unterrichtet worden. Dies war für die Mutter Tamina Kreyenhop der Grund für einen Schulwechsel. Ihr 14-jähriger Sohn besucht seit Montag keine staatliche Schule mehr, sondern das Ökumenische Gymnasium. „Mathe, Deutsch und Erdkunde fanden über Wochen hinweg nicht statt“, berichtet sie. Tamina Kreyenhop fürchtet um die Chancen ihres Sohnes für einen guten Start ins Berufsleben. „Ein regelmäßiger Unterricht und gute Bildung sind die Grundlage für die spätere Lehrstellensuche. Den Versprechungen von Frau Jürgens-Pieper vertraue ich nicht mehr“, sagt sie.

Ein Betroffener ist der Schüler Jannis Ukena (17 Jahre). Er berichtet, dass wegen fehlender Lehrer sogar ganze Schultage ausgefallen sind. „Die Verteilung von Arbeitszetteln ersetzt keinen Unterricht. Vor Klassenarbeiten haben uns Stundenausfälle besonders große Probleme bereitet“, so Ukena. Häufig ist die Vertretung auch noch ausgefallen. Bei diesen Zuständen sei in Verbindung mit der Schulzeitverkürzung an Gymnasien von neun auf acht Jahre ein gutes Abitur kaum zu schaffen.

Die Aktion „Unterrichtsausfall. Da fehlt was.“ läuft zunächst bis zu den Herbstferien.


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