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Wahlrecht
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Das Bremer Wahlrecht wurde für die Bürgerschaftswahl am 22. Mai 2011 geändert: Jeder Wahlberechtigte im Land Bremen hat fünf Stimmen, die in einem Stimmzettelheft auf die jeweiligen Listen und/oder Kandidaten frei verteilt werden können. Es wurde damit das Kumulieren (von lat. Cumulus – Haufen) und Panaschieren (frz. Panacher –mischen) eingeführt. Kumulieren bedeutet in diesem Zusammenhang, dass mehrere Stimmen auf einen Kandidaten oder eine Liste abgeben werden können; Panaschieren, dass der Wähler seine fünf Stimmen auf verschiedene Kandidaten und/oder verschiedene Listen verteilen kann.

Durch die Einführung des Kumulierens und Panaschierens wird den Wählern mehr Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlaments eingeräumt. Zum einen besteht die Möglichkeit, gezielt durch das Wählen, einem bestimmten Kandidaten eine bessere Erfolgsaussicht auf den Einzug in die Bürgerschaft einzuräumen, zum anderen können Wähler ohne bevorzugte Parteien, über die Partei- und Listengrenzen hinweg von ihren Wahlmöglichkeiten Gebrauch machen.

Eine weitere Neuerung ist durch die Herabsetzung des Alters zum aktiven Wahlrecht auf 16 Jahre erfolgt. Das passive Wahlrecht, also die Wählbarkeit eines Kandidaten, bleibt weiterhin auf das Alter von 18 Jahren beschränkt.

Durch das neue Wahlrecht dauert die Auszählung der Stimmen länger als bisher, sodass die endgültigen Wahlergebnisse nicht vor dem auf die Wahl folgenden Mittwoch vorliegen. Am Wahlabend liegt nur ein Trendergebnis vor.

Entscheidend für die Verteilung der Bürgerschaftssitze auf die Parteien ist die Summe aller erzielten Stimmen einer Partei (Listen-Stimmen und Kandidaten-Stimmen). Bei der Besetzung der Bürgerschaftssitze einer Partei ist das Verhältnis zwischen den Listen-Stimmen und den Kandidaten-Stimmen entscheidend. Entfallen beispielsweise 2/3 der Stimmen auf die Liste und 1/3 auf einzelne Kandidaten, so werden die Bürgerschaftssitze der Partei zunächst zu 2/3 durch die Liste und danach zu 1/3 durch die einzelnen Kandidaten, die nicht bereits über die Liste einen Bürgerschaftssitz haben und die meisten Stimmen erzielt haben, besetzt.
Nachdem sich die Wahlbeteiligung im Land Bremen in den letzten Jahren stark verringert hat, wurde durch die Bürgerschaft (Landtag) ein nichtständiger Ausschuss eingesetzt  zur „Erhöhung der Wahlbeteiligung und Weiterentwicklung des Wahlrechts“. Dabei soll insbesondere die Gründe herausgefunden werden, warum die Wahlbeteiligung  bei den Landtagswahlen 2007 bis 2015 so niedrig war und wie man das Interesse der potenziellen Wähler für die Zukunft wieder wecken kann.
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